Die Ergebnisse der Kommunalwahlen 2019

Buntes Symbolbild für die Wahlergebnisse.

Am 26. Mai 2019 konnten rund 8,7 Millionen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg ihre Stimmen abgeben. Deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger machten von ihrem Wahlrecht gebrauch, die Wahlbeteiligung stieg an.

Diese Seite bietet Analysen der Prognosen und einen Überblick über den aktuellen Stand der Wahlergebnisse. 

Kurz & knapp: Begriffe erklärt

Stimmzettel-Ergebnis
Dafür werden die unverändert abgegebenen Stimmzettel ausgezählt. Bei diesem Ergebnis fehlen jedoch kumulierte oder panaschierte Stimmzettel. Diese werden erst bei der Feinauszählung erfasst, denn deren Auszählung ist zeitaufwändiger.

Das Stimmzettel-Ergebnis stellt daher eine schnelle erste, aber grobe Tendenz der Wahlergebnisse dar.

Bei der Gemeinderatswahl 2014 betrug der Anteil der veränderten Stimmzettel in Mannheim etwa 64 Prozent - all diese Stimmen wurden im Stimmzettel-Ergebnis nicht mitgezählt. Das Stimmzettel-Ergebnis sagte daher wenig über die finale Wahlentscheidung aus.

(2019 veröffentlichte Mannheim ein Stimmzettel-Ergebnis.)

Nach oben

Sitzverteilung:

Sie wird in ganzen Zahlen angegeben. Die Sitzverteilung sagt aus, welcher Partei oder Wählervereinigung insgesamt in ganz Baden-Württemberg wie viele Sitze in den Gemeinderäten und Kreistagen zustehen. 

Beispiel: Die Sitzverteilung der Gemeinderatswahl zeigt, dass Partei B in Baden-Württemberg mit 344 Sitzen die meisten Sitze bekam. 

Nach oben

Stimmenverteilung:

Sie wird in Prozent angegeben. Sie sagt nichts über den Kreistag oder Gemeinderat vor Ort aus, sondern bezieht sich auf ganz Baden-Württemberg. Die Stimmverteilung beantwortet die Frage: Wie viel Prozent aller gültigen Stimmen fielen auf Kandidierende einer bestimmten Partei oder Wählervereinigung? 

Beispiel: In ganz Baden-Württemberg wurden 54 Prozent der gültigen Stimmen für Kandidierende der Partei A abgegeben.

Nach oben

„Wählervereinigungen“ bezeichnet alle politischen Gruppierungen, die keine Parteien sind. Das können Gruppieriungen ganz unterschiedlicher kommunalpolitischer Richtungen sein, wie zum Beispiel die Freien Wähler, grüne Listen, Frauenlisten, linksorientierte Listen oder Einzelbewerber. 

Nach oben

Was wird bei einer Kommunalwahl gewählt?

Außerdem gab es Direktwahlen der Bezirksbeiräte in Gemeinden mit mehr als 100 000 Einwohnern. Kommunalwahlen finden alle fünf Jahre statt, zuletzt 2014.

Nach oben

Kreistagswahlen 2019


In jedem der 35 Landkreise in Baden-Württemberg wird ein Kreistag gewählt. Die vorläufigen Ergebnisse beziehen sich auf die Sitz- und Stimmverteilung aller Kreistage zusammengerechnet. Jeder einzelne Kreistag vor Ort kann natürlich von Gesamtergebnis abweichen. 

Frauenanteil:
Erneut sind die Kreistage überwiegend mit Kreisräten besetzt. Nicht einmal jede vierte gewählte Person ist weiblich. Weitere Informationen zum Frauenanteil in der Kommunalpolitik und den Kreistagen finden Sie hier.

Der Trend der Europa- und Gemeinderatswahlen setzte sich auch auf Kreistagsebene fort: Die Grünen gewinnen die meisten Stimmen dazu, CDU und SPD verlieren Stimmanteile. Auch die AfD konnte mehr Stimmen für sich gewinnen. 2019 waren in allen Kreistagen insgesamt 2 254 Sitze zu besetzen. Die Sitze verteilen sich wie folgt:

Ergebnisse der Kreistagswahlen 2019

Vorläufiges Endergebnis, Juni 2019

SitzeProzent
CDU64228,3
Wählervereinigungen54924,2
Grüne38617,5
SPD32214,0
FDP1386,2
AfD1255,5
Linke402,0

Gemeinsame Wahlvorschläge
von Parteien und Wählervereinigungen

301,3
Andere Parteien220,9

Zur Quelle: Statistisches Landesamt, PM 133/2019

 

Nach oben

Wahlbeteiligung bei den Kreistagswahlen 2019

Wie bei allen Wahlen am 26. Mai stieg auch bei den Kreistagswahlen die Beteiligungsquote deutlich an. Von rund 7,1 Millionen Wahlberechtigten für die Kreistagswahlen gaben 58,6 Prozent ihre Stimme ab. Das bedeutet ein Plus von 9,0 Prozentpunkten gegenüber den Kreistagswahlen 2014. Damals nahm nicht einmal die Hälfte (49,6 %) der Wahlberechtigten an der Wahl teil.


Nach oben

Gemeinderatswahl 2019

Luftbild von Stuttgart, 2007. Foto: LMZ / Arnim Weischer.
Luftbild von Stuttgart, 2007. Foto: LMZ / Arnim Weischer.
Gemeinderat Stuttgart. Grafik: LpB BW / Woitt.

Grüne stärkste Kraft 

Die Grünen wurden stärkte Kraft im Stuttgarter Gemeinderat: Mit 26,3 Prozent der Wählerstimmen und entsprechend 16 Sitzen sind die Grünen mit Abstand stärkste Kraft im Rathaus der Landeshauptstadt. Im Vergleich zur Wahl 2014 verlor die CDU 8,9 Prozentpunkte an Stimmen und wurde dadurch zweitstärkste Kraft.

 



Weitere Informationen

Infos: Der Stuttgarter Gemeinderat hat 60 Sitze.

Rückblick 2014: Nach der Wahl 2014 wurde in Stuttgart die CDU wieder die stärkste Fraktion im Gemeinderat mit 17 Sitzen. Das entsprach rund 28 Prozent der Wählerstimmen. Sie verdrängte die Grünen auf Platz zwei, die 14 Sitze erhielten. Verluste musste die SPD hinnehmen. Sie kam auf 14 Prozent der Stimmen und erhielt neun Sitze. 

Gemeinderat Karlsruhe. Grafik: LpB BW / Woitt.

Grüne stärkste Kraft 

Die Grünen wurden mit 15 Sitzen stärkte Kraft im Karlsruher Gemeinderat. Mehr als 10 Prozentpunkte mehr Stimmen der Wählerinnen und Wähler konnten die Grünen im Vergleich zur Wahl 2014 ergattern und lösten so die CDU ab.

Diese verlor deutlich an Stimmen: 7,7 Prozentpunkte weniger. Sie bekam mit 15 Prozent den zweitgrößten Stimmenanteil, gefolgt von der SPD (14,4 Prozent). 


Weitere Informationen:

Rückblick 2014: In Karlsruhe blieb die CDU stärkste Fraktion unter elf Parteien und Gruppierungen. SPD und Grüne folgten einander dicht auf Platz zwei und drei. Auch in Karlsruhe zog die AfD mit drei Sitzen in den Gemeinderat ein. 

Gemeinderat Mannheim. Grafik: LpB BW / Woitt.

Grüne stärkste Kraft & hohe Wahlbeteiligung

Nicht nur in Stuttgart und Karlsruhe, auch in Mannheim wurden die Grünen stärkte Kraft im Gemeinderat. Sie erhielten 24,4 Prozent der Stimme. Mehr als acht Prozentpunkte mehr Stimmen der Wählerinnen und Wähler konnten die Grünen im Vergleich zur Wahl 2014 ergattern.

Die Grünen lösten damit die SPD als ehemals stärkste Fraktion im Gemeinderat ab. Die CDU verlor sieben Prozentpunkte an Stimmen, die SPD 6,1.

Insgesamt gaben 118.597 (2014: 89.833) von rund 239.000 wahlberechtigten Mannheimerinnen und Mannheimern ihre Stimme bei der Gemeinderatswahl ab. Damit stieg die Wahlbeteiligung deutlich.



Weitere Informationen:

Rückblick: Die besten Ergebnisse erzielten in Mannheim die SPD (27,3 Prozent) und die CDU (26,1 Prozent). Die Grünen waren mit einem Stimmenanteil von 16,3 Prozent die Drittstärksten. Die AfD schickte mit 7,8 Prozent drei Mitglieder in den Gemeinderat; 2015 traten jedoch alle drei aus der Fraktion aus und setzten ihre Arbeit als Gruppierung Bürgerfraktion fort. Die Wahlbeteiligung lag mit 38,7 Prozent unter dem landesweiten Durchschnitt.

 

 

Gemeinderat Freiburg. Grafik: LpB BW / Woitt.

Freiburg: Grüne als Gewinner, viele kleine Fraktionen & hohe Wahlbeteiligung

Die Grünen sind allein auf dem Siegertreppchen: Sie konnten 26,5 Prozent der Wählerstimmen gewinnen. Erst mit einigem Abstand folgen Platz zwei und drei: Die SPD erhielt einen Stimmenanteil von 12,7, die CDU von 11,8 Prozent. Viele kleinere Vereinigungen bekamen einen relevanten Stimmenanteil und zogen so in den Gemeinderat ein.

Die Wahlbeteiligung liegt aktuell bei rund 62,8 Prozent - ein gutes Ergebnis!



Weitere Informationen:

Rückblick 2014: In Freiburg machten die Grünen mit 24,3 Prozent das Rennen und erhielten damit elf von 48 Sitzen im Gemeinderat. Ihnen folgten die CDU (18,3 Prozent), dann die SPD (16,7 Prozent) und schließlich die FDP (4,8 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag mit 51,4 Prozent leicht über dem landesweiten Durchschnitt.

 

 

 

Gemeinderat Heidelberg. Grafik: LpB BW / Woitt.

Rückblick: In Heidelberg erhielt die CDU mit 20,8 Prozent die meisten Stimmen. Die Grünen konnten sich über den größten Stimmenzuwachs freuen: Trotz einer Abspaltung von der Grün-Alternativen Liste Heidelberg (GAL) vereinten sie 19,7 Prozent der Stimmen auf sich und konnten somit die SPD (17,3 Prozent Stimmenanteil) als zweitstärkste Kraft ablösen. Die AfD zog mit zwei Sitzen und die Piratenpartei mit einem Sitz neu in den Gemeinderat ein. Dieser wurde zur Wahl 2014 von 40 auf 48 Sitze erweitert.

 

 

 

Gemeinderat Ulm. Grafik: LpB BW / Woitt.

Rückblick 2014: In Ulm machten die stärksten drei Kräfte ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Die CDU erhielt 22,3 Prozent der Stimmen, die SPD 19,5 Prozent und die Grünen 19,3 Prozent. Während die FDP Verluste hinnehmen musste, freute sich die Linke über einen Stimmenzuwachs. Die Wahlbeteiligung lag mit 46,4 Prozent leicht unter dem Landesdurchschnitt.

Gemeinderat Heilbronn 2019. Grafik: LpB BW / Woitt.

Rückblick 2014: In Heilbronn erzielte die CDU 30,7 Prozent und wurde so mit zwölf von 40 Sitzen stärkste Kraft im Gemeinderat. Darauf folgte knapp die SPD (27 Prozent). Platz drei belegten die Grünen mit 12,6 Prozent. Die AfD trat zum ersten Mal an und erhielt mit 4,1 Prozent Stimmenanteil zwei Sitze. 39,1 Prozent der Wahlberechtigten stimmten ab, womit die Wahlbeteiligung unter dem Durchschnitt in Baden-Württemberg lag.

 

 

Gemeinderat Pforzheim. Grafik: LpB BW / Woitt.

Rückblick 2014: Den größten Erfolg hatte in Pforzheim die CDU mit 30,8 Prozent. Die SPD lag mit 16,4 Prozent auf dem zweiten Platz. Der Wählervereinigung Grüne Liste Pforzheim auf Platz drei folgte nur knapp die AfD, die 10,8 Prozent der Stimmen erhielt. Die Wahlbeteiligung lag mit 33,8 Prozent deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Nach oben

Nach oben

Verband Region Stuttgart

VRS Sitze pro Wahlkreis. Grafik: LpB BW / Beiter.
VRS Sitze pro Wahlkreis. Grafik: LpB BW / Beiter.

Die vorläufigen Ergebnisse des Verbands Region Stuttgart stehen fest: 
https://www.region-stuttgart.org/regionalwahl/ 

Wir bereiten sie zeitnah auf dieser Seite auf. 

Wahlbeteiligung

Wahlurne in Oberpoerlitz, 2006. Foto: picture alliance /zb /Michael Reichel (ari).
Wahlurne in Oberpoerlitz, 2006. Foto: picture alliance /zb /Michael Reichel (ari).

Wie viele Bürgerinnen und Bürger durften wählen?
Insgesamt schätzte das statistische Landesamt die Zahl der Wahlberechtigten für die Kommunalwahlen 2019 auf rund 8,7 Millionen. Darunter befinden sich gut 7,9 Millionen Deutsche und knapp 820 000 Unionsbürgerinnen und -bürger.

Bei den Kommunalwahlen darf man ab 16 Jahren wählen (zur Erstwählerwebseite). 2019 gab es laut Schätzung rund 200 000 minderjährige Wahlberechtigte. Die Minderjährigen machen somit knapp 2,4 Prozent der Wahlberechtigten aus.

 


Wahlbeteiligung der letzten Wahlen
Wie viele der Wahlberechtigten werden in Baden-Württemberg tatsächlich zur Wahl gehen? Der Trend der vergangenen Wahlen zeigt, dass die Wahlbeteiligung zurück geht.

Wahlbeteiligung in %
Wahl200920142019
Gemeinderatswahlen50,749,158,6
Kreistagswahlen51,549,658,6
Verband Region Stuttgart53,552,665,9

Datenquelle: eigene Zusammenstellung, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

 

 


Wahlbeteiligung nach Gemeindegröße

Wahlberechtigte in Gemeinden mit wenig Einwohnern gehen eher zur Wahl als in großen Gemeinden.

Wahlbeteiligung in Prozent
Gemeindegröße20142019
unter 2.00061,9noch unbekannt
2.000–5.00056,4noch unbekannt
5.000–10.00052,9noch unbekannt
10.000–20.00049,9noch unbekannt
20.000–50.00045,9noch unbekannt
50.000–100.00044,7noch unbekannt
100.000–250.00044,7noch unbekannt
250.000 und mehr44,2noch unbekannt

Datenquelle: © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2019

 

 


Wahlbeteiligung nach Gemeinden

Wie viele Wahlberechtigte haben in den jeweiligen Gemeinden 2014 den Gemeinderat gewählt? Und wie verteilten sich die Stimmen auf die Parteien? Eine interaktive Grafik stellt das Statistische Landesamt hier zur Verfügung

Nach oben

Sitzverteilung: Wer bekam wie viele Sitze zugeteilt?

Gemeinderatswahlen
Kreistagswahlen
201920142009201920142009
CDU4.1044.749 5.129 642

800

 

 

832
SPD2.0082.378 2.444 322

390

 

398
Grüne1.344780 624 386

277

230
FDP381247 388 138

107

164
Die Linke685024 40

(unter andere)

(unter andere)
AfD12028125(unter andere)(unter andere)
Andere Parteien2443819 227542
Gemeinsame
Wahlvorschläge
7719791.006 304147
Wähler-
vereinigungen
8.5308.7878.737549538560

Angaben in Sitzanzahl

Datenquelle: © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2019

Nach oben

Stimmverteilung: Wer bekam wie viel Prozent der Stimmen?

 Gemeinderatswahl Kreistagswahl
 201920142009201920142009
CDU22,328,3 28,228,334,7 33,5 
SPD14,217,7 18,2 14,018,2 18,6 
Grüne17,211,5 10,3 17,513,2 11,7 
FDP5,13,7 6,2 6,24,8 7,8 
Die Linke2,31,71,3 2,02,0 1,5 
AfD3,01,5 -5,50,9 -
Andere Parteien2,10,9 0,5 0,91,0 1,2 
Gemeinsame
Wahlvorschläge
3,23,33,91,32,0 2,3
Wähler-
vereinigungen
30,631,431,424,223,223,4

Angaben in Prozent.

Nach oben

Das Verhältnis der auf die Parteien und Wählervereinigungen entfallenen Sitze hat bei den Kommunalwahlen mehr Aussagekraft als das Stimmenverhältnis.

Warum?

  • Die Besonderheiten des baden-württembergischen Kommunalwahlrechts (den Wählern stehen in den kleinsten Gemeinden nur acht, in den größten dagegen bis zu 60 Stimmen zur Verfügung; häufig wird die Gesamtzahl der zur Verfügung stehenden Stimmen bewusst nicht voll ausgeschöpft) bieten für das Stimmenverhältnis keine zuverlässige Vergleichsbasis.
  • Ein zuverlässiger landesweiter Vergleich der Stimmenzahlen ist bei den Kommunalwahlen auch deshalb nicht möglich, weil die Parteien und Wählervereinigungen nicht gleichmäßig in allen Gemeinden und Landkreisen angetreten sind. (Die Parteien sind überwiegend in den größeren Städten und Gemeinden des Landes vertreten, in denen sie naturgemäß mehr Stimmen auf sich vereinigen können als in den kleineren Gemeinden, in denen die Wählervereinigungen besonders hervortreten.)

(Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg)

Nach oben

Frauenanteil in der Kommunalpolitik

Kommunalpolitik ist noch überwiegend männlich

Baden-Württemberg ist, Stand 2019, bundesweites Schlusslicht bei der politischen Partizipation von Frauen. Frauen sind noch lange nicht zu gleichen Teilen in der Kommunalpolitik vertreten wie Männer, wie diese Zusammenstellung der Seite www.frauenwahlrecht-bw.de zeigt. Nur ein Beispiel: Nach der Wahl 2014 waren durchschnittlich vier von fünf Kreistagsmitgliedern männlich. Bis Frauen in der Kommunalpolitik den Anteil an Macht, Einfluss, Ämtern und Mandaten innehaben, der ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht, wird es noch lange dauern. 

Was sind die Ursachen? 

  1. Weniger Frauen erhalten in Baden-Württemberg eine Chance auf einen Listenplatz als Männer.
  2. Selbst wenn Frauen kandidieren, werden sie laut Statistischem Landesamt weniger häufig von den Wählerinnen und Wählern gewählt als männliche Kandidaten. 

Die meisten Frauen für Kreistage und Gemeinderäte stellten im Wahljahr 2014 die Grünen auf (44 und 46 Prozent weibliche Wahlvorschläge), gefolgt von der SPD (35 und 33 Prozent weibliche Wahlvorschläge).

Hat sich die Situation für Frauen verbessert? Noch liegen keine Ergebnisse zum Anteil der gewählten Frauen vor. Unsere Slideshow zeigt die bisherige Verteilung von Männern und Frauen. 

 

 

Frauen in Gemeinderäten

Frauen in Kreistagen

Frauenanteil bei der Kreistagswahl 2019

Nicht einmal jedes vierte Mitglied ist eine Frau

Auch die Kreistage werden weiblicher - aber schleppend. Noch immer ist der Anteil der Frauen in keinster Weise ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend. Nicht einmal jedes vierte Kreistagsmitglied in Baden-Württemberg ist weiblich.

Leichter Anstieg
Entsprechend der vorläufigen Ergebnisse gingen 504 der 2 254 Mandate an Frauen. Der Frauenanteil stieg in Kreistagen damit um 3,3?Prozentpunkte auf 22,4 Prozent (2014: 19,1%).

Vorbild: Die Grünen
Der Frauenanteil unterscheidet sich je nach Partei oder Wahlvorschlag erheblich. Bei den Grünen ist jede zweite gewählte Person weiblich, bei den Linken und der SPD ungefähr jede dritte. Schlusslichter bilden CDU, FDP und AfD, bei denen rund jede zehnte gewählte Person weiblich ist.


Parteien 
mit dem höchsten Frauenanteil an Kreistagsabgeordneten

 

Grüne52,8
Linke30,0
SPD27,6
Gemeinsame Wahlvorschläge23,3
Wählervereinigungen15,5
CDU12,1
FDP10,9
AfD9,6
Andere Parteien9,1

Quelle: Statistisches Landesamt, PM: 138 / 2019

 

Landkreise mit dem höchsten Frauenanteil an Kreistagsabgeordneten:

  1. 34,3 Prozent: Tübingen
  2. 29,9 Prozent: Reutlingen
  3. 29,3 Prozent: Schwäbisch Hall

Landkreise mit dem niedrigsten Frauenanteil an Kreistagsabgeordneten:

  • Heidenheim mit 13,0%,
  • Zollernalbkreis mit 12,7%
  • Rottweil mit 10,6%

Nach oben

E-Learning-Kurs: Frauen verändern ihre Kommune

Frauen werden in den Gemeinderäten gebraucht – nicht einmal ein Viertel der Gewählten ist weiblich. Wie können sich Frauen politische Entscheidungsgremien erobern? Wie funktioniert Kommunalpolitik in Baden-Württemberg? Der Kurs informiert und ermöglicht einen Austausch unter den Teilnehmenden; eine Tutorin berät und begleitet die Kursgruppe.

Der Kurs kann auf Anfrage gebucht werden. Die Teilnahmegebühr liegt bei 50 Euro (pro Person).
Kontakt: sabine.keitel@remove-this.lpb.bwl.de

Für weitere Informationen und Beratung zum Thema Frauen in der Kommunalpolitik wenden Sie sich gerne an beate.doerr@remove-this.lpb.bwl.de.

Nach oben

Informationen zur Kommunalwahl 2019

449 von 11101 Gemeinden und 8 von 35 Landkreisen sind ausgezählt (Stand: 10 Uhr)

Die vorläufigen Ergebnisse, die bereits vorliegen, zeichnen denselben Trend, der sich auch bei der Europawahl durchsetzte: 

  • eine gestiegene Wahlbeteiligung (Aktuell: Kreistagswahl 58 Prozent, Gemeinderatswahl 58 Prozent)
  • Verluste für CDU und SPD und mehr Stimmen für die Grünen, wobei die Differenz in ganz Baden-Württemberg abgeschwächter ist als in den Gemeinderatswahlen der großen Städte.

Für weitere Informationen:

Zur Stimmverteilung Kreistagswahl (Statistisches Landesamt)

Zur Stimmverteilung Gemeinderatswahl (Statistisches Landesamt)


 


Freiburg: Hohe Wahlbeteiligung & Grüne als Gewinner

Die Freiburger Gemeinderatswahl ist vorläufig ausgezählt. Die Grünen sind einsam auf dem Siegertreppchen: 26,5 Prozent der Wählerstimmen konnten sie gewinnen. Das zeigt das vorläufige Ergebnis der Auszählung an fritz.freiburg.de/wahl/gw19.htm. Erst mit einigem Abstand folgen Platz zwei und drei: Die SPD hat einen Stimmenanteil von 12,7, die CDU von 11,8 Prozent. Interessant ist außerdem, wie viele kleinere Parteien einen relevanten Stimmenanteil erreichen konnten und somit Chancen auf Sitze im Gemeinderat haben. 

Die Wahlbeteiligung liegt aktuell bei rund 60 Prozent - ein gutes Ergebnis!



Übersicht der vorläufigen Ergebnisse

Verband Region Stuttgart: https://www.region-stuttgart.org/regionalwahl/ 
Stuttgart: https://statistik.stuttgart.de/wahlen/html/gemeinderatswahl/2019/stadtbezirke_alleParteien.html
Freiburg: https://fritz.freiburg.de/wahl/gw19.htm
Mannheim: https://web2.mannheim.de/GRW2019/index.html


 

Mannheim: Stimmzettelergebnis & höhere Wahlbeteiligung

Insgesamt gaben 118.597 (2014: 89.833) von rund 239.000 wahlberechtigten Mannheimerinnen und Mannheimern ihre Stimme bei der Gemeinderatswahl ab. Damit stieg die Wahlbeteiligung deutlich. auf 49,7 Prozent, doch trotzdem ging nicht jeder oder jede zweite Wahlberechtigte zur Urne.

Beim Stimmzettelergebnis, das noch in der Wahlnacht geliefert wurde, teilen sich die Grünen und die SPD den Platz der stärksten Partei mit jeweils 23,5 Prozent der Wählerstimmen. Im Vergleich zur letzten Wahl 2014 gewinnen die Grünen rund sieben Prozentpunkte dazu, die SPD verliert rund vier. Drittstärkste Partei ist die CDU mit 20,6 Prozent.

Begriffserklärung: Wie aussagekräftig ist ein Stimmzettelergebnis?

Zur detaillierten Analyse der Gemeinderatswahlen


 

PROGNOSE (21 Uhr):

Neue stärkste Kraft: Die Grünen gewinnen voraussichtlich deutlich dazu 

In Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim werden die Grünen wahrscheinlich mit deutlichem Abstand die stärkste Kraft in den jeweiligen Gemeinderäten sein: Das sagt die Prognose von infratest dimap voraus, die der SWR um 21 Uhr aktualisierte. In Stuttgart würden sie laut Prognose knapp 28 Prozent, in Mannheim knapp 25 und in Karlsruhe sogar mehr als 30 Prozent der Stimmen erreichen.

Herbe Verluste könnten der CDU drohen, der jeweils mindestens 6,9 Prozentpunkte in den Gemeinderäten fehlen. Auch die SPD würde der Prognose nach in allen drei Städten Stimmen verlieren. In Mannheim, wo sie 2014 noch die meisten Stimmen hatte, kommt sie nur auf knapp 20 Prozent.

Analysen der Gemeinderatswahlen


Die Wahlbeteiligung könnte steigen

Laut mehreren Medienberichten gaben bis 14 Uhr deutlich mehr Wählerinnen und Wähler im Ländle ihre Stimmen ab als zur selben Uhrzeit bei der Wahl 2014. Mit knapp 30 Prozent Wahlbeteiligung war der Wert rund fünf Prozentpunkte höher. In der Landeshauptstadt waren bis 14 Uhr sogar rund 40 Prozent der Wählerinnen und Wähler zur Urne gegangen.

Weitere Informationen: ntv

Nach oben

Symbolbild Zeit. Foto: Photo by Icons8 team on Unsplash.
Symbolbild Zeit. Foto: Photo by Icons8 team on Unsplash.

Am 26. Mai finden nicht nur Kommunalwahlen, sondern auch die Europawahl statt. Die Ermittlung des Wahlergebnisses für die Europawahl hat Vorrang vor der Ermittlung der Ergebnisse für die Kommunalwahlen oder der Mitglieder der Regionalversammlung (§ 51i KomWO). Deswegen sind die Ergebnisse erst später bekannt.

Am 27. Mai stehen die ersten vorläufigen Gemeinde- und Kreisergebnisse der Kommunalwahlen fest. Diese veröffentlicht das Statistische Landesamt. Zusammengefasste Ergebnisse für ganz Baden-Württemberg gibt das statistische Landesamt Anfang Juni bekannt.

Gemeinderatswahlen
Einzelne Städte wie Mannheim veröffentlichen erste Ergebnisse bereits am Wahlabend. Der SWR liefert außerdem um 18 Uhr Zahlen der Gemeinderatswahlen aus Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe, die von infratest dimap erhoben werden.

Kreistagswahlen
"Zeitlich erfolgt die Auszählung der Kreistagswahlergebnisse nach der vorläufigen Ermittlung der Ergebnisse der Europawahl", gibt der Landkreistag bekannt. Daher sind die vorläufigen Ergebnisse erst ab dem 27. Mai verfügbar. 

Verband Region Stuttgart
Am späten Wahlabend, frühestens ab 22 Uhr, sollen erste Ergebnisse veröffentlicht werden.

Endgültige amtliche Ergebnisse
Die endgültigen amtlichen Ergebnisse der Kommunalwahlen in Baden-Württemberg liegen dem Statistischen Landesamt laut Pressemitteilung voraussichtlich im Herbst 2019 vor.