Kommunalwahlen 2024 in Baden-Württemberg

Rund 8,6 Millionen Menschen aus Baden-Württemberg sind laut Statistischem Landesamt für die Kommunalwahlen am 9. Juni 2024 wahlberechtigt gewesen.  

Diese Seite bietet Analysen der Prognosen und einen Überblick über den aktuellen Stand der Wahlergebnisse. 

Kommunalwahlen 2024: Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

Wer wurde gewählt?

Bei den Kommunalwahlen wählen die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger:

 

Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Kommunalwahlen?

  • Bei den Gemeinderatswahlen bleiben die Wählervereinigungen stärkste Kraft in den Rathäusern Baden-Württembergs (36,9 Prozent der Stimmen).
  • Bei den Kreistagswahlen ist die CDU weiterhin auf Platz 1 mit 30,2 Prozent.
  • Bei der Wahl der Regionalversammlung der Region Stuttgart hat die CDU die meisten Stimmen erhalten (31 Prozent). 
  • Mehr als 20.800 Personen sind in die Gemeinderäte und Kreistage des Landes gewählt worden.
  • Von den landesweiten 18.540 gewählten Gemeinderatsmitgliedern sind 5.079 Frauen, was einem Anteil von 27,4 Prozent entspricht (2019: 26,8 Prozent).
  • Unter den landesweiten 2.272 Kreistagsmitgliedern sind 494 Frauen, das entspricht 21,7 Prozent (2019: 22,6 Prozent).
  • Die Wahlbeteiligung bei den Kreistags- und Gemeinderatswahlen 2024 ist leicht angestiegen und betrug bei den Kreistagswahlen 61,4 Prozent, bei den Gemeinderatswahlen 60,9 Prozent

Quellen: Baden-Württemberg.deStatistisches Landesamt BW

Gemeinderatswahlen 2024

Landesweites Endergebnis der Gemeinderatswahlen

Landesweit haben die zur Kategorie der Wählervereinigungen zusammengefassten Listen bei den Gemeinderatswahl die meisten Stimmen  erreicht. Auf Platz zwei folgt die CDU mit 24,2 Prozent, die gegenüber 2019 leicht zulegen konnte. Verluste gab es für Grüne, SPD und FDP, während die AfD leicht zulegen konnte. Auffallend sind auch die Zugewinne der Anderen Parteien. Da es auf kommunaler Ebene keine Sperrklausel gibt, konnten auch viele kleine Parteien Mandate erringen. Beim Blick auf die einzelnen Gemeinden fällt folgerichtig auf, dass die Gemeinderäte zunehmend fragmentiert sind.

Wahlergebnisse der acht größten Städte Baden-Württembergs

Kreistagswahlen 2024

In jedem der 35 Landkreise in Baden-Württemberg wurde im Rahmen der Kommunalwahlen am 9. Juni 2024 ein Kreistag gewählt. Landesweit wurde die CDU mit deutlichem Abstand stärkste Kraft, während die Grünen knapp 5 Prozentpunkte einbüßten. Starke Zugewinne von landesweit 6.2 Prozentpunkten verbuchte die rechtsextreme AfD.

Regionalwahl 2024

Die Region Stuttgart hat am 9. Juni 2024 eine neue Regionalversammlung gewählt. Wahlsieger ist die CDU. Die Regionalversammlung wird künftig aus 92 gewählten Regionalrätinnen und Regionalräten bestehen. Das vorläufige Endergebnis des Verbands Region Stuttgart und eine Liste der Kandidatinnen und Kandidaten, die den Sprung in die Regionalversammlung geschafft haben, sind auf der Seite des Verbands Region Stuttgart veröffentlicht.

Alle fünf Jahre sind die Menschen in der Region Stuttgart dazu aufgerufen die Regionalversammlung zu wählen. Das Gremium besteht aus mindestens 80 Personen, die von den knapp zwei Millionen Wahlberechtigten aus der Stadt Stuttgart, den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und dem Rems-Murr-Kreis gewählt werden. Mehr Informationen zum Verband Region Stuttgart.

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Wahlbeteiligung an den Kommunalwahlen 2024

Die Wahlbeteiligung bei den Kreistags- und Gemeinderatswahlen 2024 ist leicht angestiegen. Wie das statistische Landesamt mitteilt, nahmen bei den Kreistagswahlen 61,4 Prozent der etwa 7,2 Millionen Wahlberechtigten teil. Demnach ist die Beteiligungsquote um 2,6 Prozentpunkte gegenüber 2019 gestiegen. Bei den Gemeinderatswahlen gaben 60,9 Prozent der 8,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab und somit 2,3 Prozentpunkte mehr als 2019. 

Höchste und niedrigste Wahlbeteiligung

Bei den Kreistagswahlen war die Wahlbeteiligung im Landkreis Tübingen am höchsten (66,8 Prozent), im Landkreis Heidenheim am geringsten (54,9 Prozent). Bei den Gemeinderatswahlen hatte die Gemeinde Fröhnd im Landkreis Lörrach die höchste Wahlbeteiligung mit 84,9 Prozent. In der Stadt Rastatt beteiligten sich dagegen nur 45,1 Prozent an der Wahl – laut statistischem Landesamt der niedrigste Wert im gesamten Land.

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Frauenanteil in den Kommunalparlamenten

Wie erfolgreich waren Frauen bei den Gemeinderats- und Kreistagswahlen?

Nach den Kommunalwahlen 2024 ist die Zahl der weiblichen Mitglieder in den Gemeinderäten des Landes etwas gestiegen, in den Kreistagen jedoch zurückgegangen. Wie das statistische Landesamt mitteilt, bleibt damit der Anteil der Frauen in den Kommunalparlamenten weiterhin deutlich von einer ausgeglichenen Verteilung der Sitze zwischen Männern und Frauen entfernt.

21,7 Prozent der zu vergebenden Mandate ging bei den Kreistagswahlen an Frauen, das sind 0,9 Prozent weniger als 2019. Der Anteil weiblicher Abgeordneter in den Gemeinderäten beträgt künftig 27,4 Prozent und damit 0,6 Prozent mehr als 2019. 

Wie hat sich der Anteil der Frauen in den Kommunalparlamenten verändert?

Der langsame, aber kontinuierliche Anstieg des Frauenanteils in den Gemeinderäten setzt sich fort: Bei den Gemeinderatswahlen 1984 waren noch 9,5 Prozent der Mitglieder weiblich. Die Präsenz von Frauen in den Gemeinderäten des Landes hat sich also fast verdreifacht und liegt nach der Wahl 2024 bei 27,4 Prozent.

Ähnlich sieht es bei den Kreistagswahlen aus: Hier lag der Anteil der Frauen im Jahr 1989 bei 9 Prozent, 2024 sind es 21,7 Prozent, also eine Verdoppelung der Zahlen. Allerdings ist die Präsenz von Frauen seit der letzten Wahl wieder etwas zurückgegangen. 2019 lag der Frauenanteil bei 22,6 Prozent.

Noch immer ist nur knapp jedes fünfte Mitglied in den Kreistagen und etwa jedes vierte Mitglied in den Gemeinderäten eine Frau. 

Quelle: Statistisches Landesamt

Frauenanteil schwankt je nach Partei deutlich

Die Grünen haben nach den Kommunalwahlen 2024 den höchsten Frauenanteil unter den Kreistagsmitgliedern mit 57,9 Prozent und den zweithöchsten unter den Gemeinderatsmitgliedern mit 51,9 Prozent. DIE LINKE hat den höchsten Frauenanteil unter den Gemeinderatsmitgliedern (54,5 Prozent), bei den Kreistagen liegt der Frauenanteil bei 34,8 Prozent. Die AfD hat den niedrigsten Frauenanteil mit 10,3 Prozent (Kreistage) und 14,9 Prozent (Gemeinderäte). 

Unter den SPD-Mitgliedern in den Gemeinderäten sind 36,5 Prozent Frauen und bei den Kreistagen sind es 26,6 Prozent. Andere Parteien haben einen Frauenanteil von 27,6 Prozent in den Gemeinderäten und 19,4 Prozent in den Kreistagen. Bei den Mitgliedern von Wählervereinigungen sind 26,9 Prozent in den Gemeinderäten Frauen und 17,4 Prozent in Kreistagen. Bei den FDP-Mitgliedern sind 23,4 Prozent Frauen in den Gemeinderäten und 18 Prozent Frauen in den Kreistagen. Die CDU hat einen Frauenanteil von 21,6 Prozent in den Gemeinderäten und 12,7 Prozent in den Kreistagen. 

Quelle: Statistisches Landesamt

Wichtige Begriffe erklärt

Stimmzettel-Ergebnis

Dafür werden die unverändert abgegebenen Stimmzettel ausgezählt. Bei diesem Ergebnis fehlen jedoch kumulierte oder panaschierte Stimmzettel. Diese werden erst bei der Feinauszählung erfasst, denn deren Auszählung ist zeitaufwändiger.

Das Stimmzettel-Ergebnis stellt daher eine schnelle erste, aber grobe Tendenz der Wahlergebnisse dar.

Sitzverteilung

Sie wird in ganzen Zahlen angegeben. Die Sitzverteilung sagt aus, welcher Partei oder Wählervereinigung insgesamt in ganz Baden-Württemberg wie viele Sitze in den Gemeinderäten und Kreistagen zustehen. 

Beispiel: Die Sitzverteilung der Gemeinderatswahl zeigt, dass Partei B in Baden-Württemberg mit 344 Sitzen die meisten Sitze bekam. 

Stimmenverteilung

Sie wird in Prozent angegeben. Sie sagt nichts über den Kreistag oder Gemeinderat vor Ort aus, sondern bezieht sich auf ganz Baden-Württemberg. Die Stimmverteilung beantwortet die Frage: Wie viel Prozent aller gültigen Stimmen fielen auf Kandidierende einer bestimmten Partei oder Wählervereinigung?   Beispiel: In ganz Baden-Württemberg wurden 54 Prozent der gültigen Stimmen für Kandidierende der Partei A abgegeben.

Wählervereinigungen

„Wählervereinigungen“ bezeichnet alle politischen Gruppierungen, die keine Parteien sind. Das können Gruppieriungen ganz unterschiedlicher kommunalpolitischer Richtungen sein, wie zum Beispiel die Freien Wähler, grüne Listen, Frauenlisten, linksorientierte Listen oder Einzelbewerber.

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